US-Präsident Barack Obama hat kürzlich die Vertreter der katholischen Medien zu einem Gespräch ins Weiße Haus eingeladen um sich auf sein Treffen mit Papst Benedikt XVI vorzubereiten. Obama sprach vom Widerspruch Christ zu sein und sich für die Homorechte einzusetzen. Er sagt, dass sich Lesben & Schwule benachteiligt werden und nicht nur unter bestimmten Lehren der katholischen Kirche leiden, sondern des christlichen Glaubens allgemein."Als Christ kämpfe ich andauernd zwischen meinem Glauben und der Sorge um die Rechte für Schwule und Lesben.", so der Präsident. Viele Lesben und Schwule zweifeln inzwischen daran, ob Obama seine Versprechen in Bezug auf Gleichstellung auch wirklich vorantreiben möchte. Der US-Präsident hat zwar kürzlich die Bundesbeamten mit den heterosexuellen Kollegen gleichgestellt (ich berichtete hiervon), allerdings hat die Regierung von Obama dieses Jahr offiziell über 200 Militärangehörige auf Grund von Homosexualität feuern lassen. Barack Obama hätte diese Entlassung verhindern können … Allerdings hat er in Aussicht gestellt, dieses Gesetz bis 2010 abzuschaffen.
Ein neuer Fall bringt Obama nun allerdings in Zugzwang: Vorige Woche wurde ein Matrose bei seinem Wachdienst nachts tot aufgefunden. Er war von Kugeln durchlöchert und sein Körper halb verbrannt. Dieser Matrose war schwul! Die Marine bestreitet allerdings, dass er wegen seiner Sexualität ermordet wurde. Der Tod dieses Matrosen verschärft nun die Debatte der "Don’t Ask, Don’t Tell"-Regel (DADT) des Militärs. Diese Regel besagt, dass sich US-Soldaten nicht offen zu ihrer Sexualität bekennen dürfen. Machen sie es doch, werden sie gefeuert. 1993 hat Bill Clinton diese Vorschrift in Kraft gesetzt. Wie oben schon erwähnt, hat Barack Obama bis heute noch nichts dagegen unternommen.
"Ich bin im Militär und liebe es, meinem Land zu helfen, für seine Freiheit zu kämpfen.", schrieb der ermordete Matrose Provost auf seiner MySpace-Seite und bekannte sich dort auch zu seinem Partner, welchen er seine große Liebe nannte. Bei seiner Schwester beklagte er sich die letzten Tage vor seinem Mord über Belästigungen durch seine Marinekameraden wegen seiner Homosexualität. Doch zu seinem Vorgesetzten konnte er ja nicht gehen, da er ansonsten gefeuert worden wäre. Er saß in einer Zwickmühle. Die genauen Umstände des Mordes sind bislang unbekannt.
Schwulen- und Lesbenverbände setzen sich nun immer mehr gegen dieses Gesetz ein. Seit Wochen verstärken sie den Druck auf den US-Präsidenten. Dieser spricht sich auch immer wieder erneut gegen diese Regelung DADT aus. "Ich glaube, dass es unsere nationale Sicherheit schwächt, wenn patriotische Amerikaner gehindert werden, ihrem Land zu dienen.", so der Präsident.
Quelle: Queer.de: Homo-Rechte oder Religion: Obamas innerer Kampf
Quelle: Spiegel: Brutaler Mord an Soldaten bringt Obama in Zugzwang